PYROSIL®-Verfahren

Schaffung einer Nanorauheit

Das PYROSIL®-Verfahren beruht auf der flammenpyrolytischen Abscheidung von amorphem Siliziumdioxid auf dem Substratmaterial und ist eine Form der Silikatisierung.
Die zu behandelnde Oberfläche wird durch eine Gasflamme geführt, in welche eine siliziumhaltige Substanz, das PYROSIL®, eindosiert wird. Das PYROSIL®, auch genannt Precursor verbrennt und setzt sich als amorphes Siliziumdioxid in einer sehr dünnen (5 – 100 nm), jedoch dichten und fest haftenden Schicht auf der Oberfläche ab. Durch die geringe Einwirkzeit der Flamme bleibt die Oberflächentemperaturerhöhung des Materials moderat. Das PYROSIL®-Verfahren ist daher nicht nur für Glas, Keramik und Metalle, sondern auch hervorragend für Kunststoffe geeignet.

Strukturierte, stark vergrößerte Oberflächen mit verbesserten chemischen Anbindungsmöglichkeiten sind mit dem PYROSIL®-Verfahren effektiv und kosteneffizient realisierbar.

Schicht-Eigenschaften
  • Aufrauung (nanoporös) der Oberfläche
  • Hydrophilierung der Oberfläche, sehr hohe Oberflächenenergie
  • Unsichtbare & flexible Beschichtung
  • Schaffung einer definierten und reaktionsfreudigen Oberfläche
  • Lagerstabil (In Anwendung mit Haftvermittler 1-4 Wochen bis zur Weiterverarbeitung ohne Aktivitätsverlust lagerbar)
Verfahren-Eigenschaften

  • Effektives und kostengünstiges, skalierbares Verfahren
  • Materialschonend bezüglich Temperatur
  • Für nahezu alle Materialen einsetzbar
  • In Parametern an die Anforderungen individuell anpassbar

Anwendungen

  • Haftgrund für Lackierungen und Verklebungen
  • Korrosionsschutzschichten
  • Versiegelungsschichten
  • Barriereschichten

Ablagerung einer Siliziumdioxid-Schicht auf der Materialoberfläche
Funktionsprinzip des PYROSIL®- Verfahrens
Nanorauheit in Abhängigkeit von der PYROSIL®-Konzentration
Keine Vorbehandlung (links), sehr gute Benetzung durch PYROSIL®-Vorbehandlung (rechts)

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Ansprechpartner:
Dr. Norbert Eckardt
Tel.: +49(0)3641 20 49 8-27
Mail: eckardt(at)sura-instruments.de